Weniger Plastik im Bad

Wenn wir versuchen wollen, weniger Plastik zu nutzen (vor allem all die Plastiktüten, -tuben und -dosen, die als Verpackungsmüll weggeworfen werden), können wir durch die Räume unserer Wohnung gehen und schauen, für welche Produkte wir beim nächsten Einkauf nach einer nachhaltigen Alternative suchen. Natürlich müssen wir dann unsere Gewohnheiten ändern, was manchmal lästig ist. Und wir müssen vermutlich auch eine Weile verschiedene Produkte ausprobieren, bis wir eines gefunden haben, das zu uns passt. Aber wir tun es für unsere Gesundheit und die unserer Erde und langfristig für die Lebenswelt unserer Kinder und Enkel. Und wir finden, das lohnt sich!

Im Bad kann das bedeuten, bei Shampoo, Spülung und Duschgel auf feste Stücke umzusteigen. Die meisten Drogerien haben festes Shampoo und feste Dusch-Stücke schon im Sortiment, auch online finden Sie viele (Bio-)Produkte. Zunächst scheint ein Stück festes Shampoo teuer, ersetzt aber mindestens zwei oder drei Shampoo-Flaschen. Deodorants gibt’s in Glasflaschen oder als Creme in kleinen Glastiegeln. Zahncreme können Sie durch ZahnputzTabletten ersetzen, die es im Nachfüllbeutel zu kaufen gibt.

Auch für Damenhygiene-Artikel gibt es inzwischen gute Alternativen zu den konventionellen Wegwerf-Produkten. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass diese Produkte auch frei sind von chemisch bedenklichen Bleich- und Duftstoffen.

Es gibt Zahnbürsten aus Bambus oder Holz oder wir können zumindest zu denen mit Wechselkopf-System greifen. Und wir können inzwischen Zahnseide in der Pappschachtel und Zahnzwischenraum-Bürstchen mit Bambusgriffen kaufen. Bei WC-Papier sollten wir Recyclingpapier auswählen und können die Folienverpackung als Müllbeutel zumindest ein zweites Mal sinnvoll nutzen.

Für Putzmittel gibt es inzwischen Tabletten, die wir in einer leeren Sprüh- oder Dosierflasche in Wasser auflösen. Oder wir machen es uns aus einfachen Zutaten selbst. Wir hatten dazu schon einmal geschrieben, gerne senden wir Ihnen nochmals unsere erprobten Rezepte.

Fragen Sie in ihrer Drogerie und im Supermarkt wiederholt nach Alternativprodukten, bleiben Sie hartnäckig. Unsere Nachfrage als Kund*innen bestimmt das Angebot!

21.04.2021 Von Rita Kotschenreuther und Hildegard Zimmer