Zum nachhaltigen Umgang mit uns selbst

Im Umgang mit uns selbst und auch mit den großen Problemen unserer Zeit ist es sinnvoll, dass wir uns nicht ständig der Informationsflut über all die Schrecken aussetzen, sondern uns auch positiver Entwicklungen und Nachrichten bewusst werden. Informiert und dabei kritisch zu sein ist wichtig, aber nur in gewissen Grenzen. Immer dann, wenn wir etwas Schreckliches in den Nachrichten sehen, ohne dass wir selbst daran etwas ändern können, empören wir uns zwar und schimpfen vielleicht auf die Politik, fühlen uns aber selbst zunehmend ohnmächtig und werden immer passiver. Wir werden ängstlich und resignieren schließlich: „Ich kann ja eh nichts daran ändern!“ – und das ist fatal! Denn dann machen wir weiter wie bisher!

Aber wir können etwas bewegen, jede*r Einzelne von uns! Wir können in kleinen frischen und zufriedenen Schritten Neues wagen, offen und neugierig bleiben, Wertschätzung geben im besten Sinne – uns selbst, unseren Mitmenschen, den Tieren, dem Wald, den Dingen, der Erde und der ganzen Welt! Und zwar in unserem uns eigenen Rhythmus und überall da, wo wir sind: Bei uns zu Hause und in der Nachbarschaft unseres Wohnortes, in der Familie und der Gemeinde, am Arbeitsplatz und in der Freizeit. Dazu hier anstelle eines Artikels ein Zitat aus dem bekannten Buch Momo von Michael Ende über seine Figur Beppo Straßenkehrer im Gespräch mit dem Mädchen Momo:

„Siehst Du, Momo,“ sagte er, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang, die kann man niemals schaffen, denkt man.“ Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun, und zum Schluss ist man ganz aus der Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen!“ Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst Du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, den nächsten Atemzug, den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Wir wünschen Ihnen allen eine frohe und besinnliche, entspannte und fröhliche Weihnachtszeit der Gemeinsamkeit und der Muße, der Wertschätzung und des Innehaltens, der Begegnung und der Freude.

Wünschen Sie sich einen Tipp zu einem bestimmten Thema? Wir recherchieren gerne für Sie. Oder möchten Sie in unserer Initiative mitmachen? Wir freuen uns darüber! Besuchen Sie uns auf unserer Homepage biebern-sie-mit.de oder in unserer Facebook-Gruppe und schreiben Sie uns unter biebern-sie-mit@posteo.de.

von Hildegard Zimmer

Schreibe einen Kommentar